Der Bruderschaft des Valamo Klosters können erwachsene männliche Mitglieder der orthodoxen Kirche beitreten, die keine weltlichen Bindungen haben – zum Beispiel keine unterhaltsberechtigten Kinder. Auch die körperliche und insbesondere die psychische Gesundheit sollten in Ordnung sein, da von jedem, der der Bruderschaft beitreten möchte, sowohl ein erheblicher Arbeitseinsatz als auch die Fähigkeit erwartet wird, sich an die Anforderungen eines engen, geregelten und regelmäßigen Gemeinschaftslebens anzupassen.
Es gibt viele Gründe, sich dem Klosterleben zuzuwenden, und sie sind persönlich. Die wichtigste Voraussetzung für die Wahl des Klosterlebens ist jedoch eine aufrichtige Berufung zum Kloster – der Wunsch, ein christliches asketisches Leben in Gemeinschaft nach dem Willen Gottes zu führen.
Interessierte am Klosterleben können schriftlich Kontakt mit dem Klostervorsteher, Archimandrit Mikael, aufnehmen. Alle, die ins Kloster gehen möchten, sollten jedoch bedenken, dass der Orthodoxe neben dem asketischen Klosterleben auch eine andere ebenso anspruchsvolle und angesehene Art hat, nach christlichen Idealen zu leben: die Ehe.
Der lange Weg zur Weihe
Wer ins Kloster gehen möchte, lernt zuerst das Klosterleben kennen, indem er verschiedene Gehorsamsaufgaben als Gehorsamsbruder, d.h. als Novize, verrichtet. Wenn sich der Gehorsamsbruder gut an die Lebensweise des Klosters angepasst hat, erhält er vom Klostervorsteher den Segen, das zur Mönchskleidung gehörende Untergewand, den Gürtel und die Skufia genannte Kopfbedeckung zu tragen. Ein oder zwei Jahre nach dem Eintritt ins Kloster kann der Gehorsamsbruder offiziell die Mitgliedschaft in der Bruderschaft beantragen. Die gesamte Bruderschaft stimmt über die Mitgliedschaft ab. Nach dem Übergang zum vollwertigen Mitglied der Bruderschaft hat der Gehorsamsbruder Stimmrecht in den Bruderschaftsversammlungen.
Wenn festgestellt wird, dass der Gehorsamsbruder eine feste Überzeugung hat, sich für den Rest seines Lebens dem Klosterleben zu widmen, und wenn er als offizielles stimmberechtigtes Mitglied der Bruderschaft angenommen wurde, kann er zum Riassophor-Mönch geweiht werden, wobei er in das Obergewand und eine verschleierte Kopfbedeckung, den Klobuk, gekleidet wird. Die Mönchsweihe findet danach im vom Hegumen als angemessen erachteten Zeitrahmen statt. Bei der Ablegung der endgültigen Klostergelübde verspricht der zu weihende Mönch, den Rest seines Lebens in Ehelosigkeit, Gehorsam und ohne persönliches Eigentum zu leben. Im Zusammenhang mit der Weihe erhält der Mönch einen neuen Namen, einen Rosenkranz und einen schleppenartigen Umhang, die Mantia, die in den Gottesdiensten verwendet wird.