Bild folgt in Kürze
T_ARTICLE_PUBLISHED 04.04.2025

Tag der Evakuierten-Geschichten Sa 10.1.2026

Das Kloster Valamo lädt Sie ein, innezuhalten und sich in die Geschichten der Evakuierten einzufühlen.

Tag der Evakuierungsgeschichten im Kloster Valamo 10.1.2026

Inmitten des Winters im Januar lädt Das Kloster Valamo lädt Sie ein, innezuhalten und sich in die Geschichten der Evakuierten einzufühlen. – Erzählungen vom Verlust der Heimat, der Reise ins Ungewisse und der Hoffnung auf einen Neuanfang. Der Tag bietet berührende Aufführungen, einen Vortrag und gemeinschaftliche Momente in der einzigartigen Umgebung des Klosters.

Tagesprogramm

12.00 Uhr Möglichkeit zur Teilnahme am Gottesdienst in der Hauptkirche des Klosters

13.00 Uhr Eröffnung des Tages, Abt Archimandrit Mikael

Nach der Eröffnung Heimat fern – Lieder und Geschichten von der Evakuierungsreise, Musik- und Erzählwerk

14.00 Uhr Valamo-Teebuffet im Restaurant Trapesa

15.00 Uhr EVAKUIERTE MÖNCHE IN HEINÄVESI -Vortrag, Dr. Elsi Takala

16.00-16.30 Uhr Die eisige Evakuierung der Mönche von Valamo, Dokumentarfilm

Preis des Programms 25€/Person

 

Reservierungen und weitere Informationen:

Verkaufsdienst des Klosters Valamo
Tel. 017 570 1810
myyntipalvelu(at)valamo.fi

Hinweis! Begrenzte Plätze!

 

Heimat fern – Lieder und Geschichten von der Evakuierungsreise -Musik- und Erzählwerk

Die Evakuierungsreise der umgesiedelten Karelier war voller Sehnsucht, Angst und Hoffnung. Die Häuser blieben zurück, als die Familien ins Ungewisse zogen, oft nur mit wenigen Habseligkeiten. Züge und Pferdewagen transportierten sie quer durch Suomi, in Kälte und Unsicherheit – doch mit ihnen reisten auch ein starker Gemeinschaftsgeist und der Glaube an einen Neuanfang.

Die Evakuierungsreisen der umgesiedelten Karelier fanden hauptsächlich während des Winter- und Fortsetzungskrieges statt, d.h. in den Jahren 1939–1944. Die erste große Evakuierung begann mit dem Ausbruch des Winterkrieges im November 1939, und eine zweite, noch umfassendere, fand im Herbst 1944 mit dem Ende des Fortsetzungskrieges statt. Infolge der Kriege mussten über 420.000 Karelier ihre Heimat dauerhaft verlassen.

Für die Vorstellung Heimat fern wurden wahre Geschichten von umgesiedelten Kareliern aus der Evakuierungszeit gesammelt.

In der Vorstellung werden die Erlebnisse der Evakuierten durch Lieder und Erzählungen nachempfunden, produziert vom Joensuun kaupunginteatteri und dem Museo Eliel.

In den Rollen
Suvi-Maaria Virta
Regina Launivuo
Jaakko Tohkanen
Eve Pietarinen, Musiker/Darsteller

In den Sprechrollen
Timoi Munne
Pirkko Kurikka
Alexandra Launivuo
Faina Kukkonen

Drehbuch und Regie Maria Karhapää
Als Grundlage für das Drehbuch dienten Faina Kukkonens autobiografische Gedichtsammlung Tarinani sowie Archivinterviews und Briefe des Museo Eliel.

Produktion Joensuun kaupunginteatteri und Museo Eliel
Fotos Eveliina Salomaa und Maria Karhapää
Archivfoto Museo Eliel

 

Die eisige Evakuierung der Mönche von Valamo -Dokumentarfilm

In einer mondhellen Weihnachtsabendnacht 1939 kam eine Gruppe langgewandeter, langbärtiger Männer in Kannonkoski an. „Es kamen viele Weihnachtsmänner für die Kinder“, wunderte man sich.

Die Bruderschaft des Klosters Valamo, über hundert ältere russischsprachige Mönche, war von ihrer Klosterinsel vor den Wirren des Winterkrieges in Sicherheit gebracht und in ein kleines mittelfinnisches Kirchspiel verlegt worden, wo sie in örtlichen Schulen untergebracht wurden. Dies war ein Kulturschock für die Evakuierten und ein Grund zur Verwunderung und Freude für die Einheimischen.

„Wir waren fast jeden Tag mit ihnen zusammen“, erinnert sich Inkeri Tellikka. „Wir bauten Schneemänner und rodelten. Der Bart flatterte, als wir mit dem Schlitten fuhren.“

Für den Dokumentarfilm wurden Kinder aus Kannonkoski aus der Zeit des Winterkrieges zu ihren Erinnerungen befragt, und die Eingewöhnung der Bruderschaft in die neuen Verhältnisse wurde verfolgt.

Mit Senja Nyström unternimmt man auch eine Erinnerungsreise ins alte Valamo. „Das war wie eine Auslandsreise heute, aber viel besser, die Seele wurde bereichert und die Sünden wurden vergeben.“

Regie
Esa Sironen